
Ein Hund ist ein Hund und jeder Hund ist anders. Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen. Außer vielleicht, das sie unterschiedlichste Fähigkeiten, Begabungen und Vorlieben haben, das sie trauern können, Freude, Angst und Stress empfinden und das es nicht stimmt, dass es unwiderlegbar gefährliche Hunderassen geben würde. Dafür gibt es keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis – und die Politik wäre sicherlich sehr froh, so sie denn einen hätte – aber einige wissenschaftliche Arbeiten, die genau das Gegenteil belegen.

Hat man den Hundeführerschein gemacht, hält einen die Stadt für so verantwortungsvoll, dass man seinen Hund unangeleint auch an den großen, befahrenen Straßen laufen lassen darf. Dieses Vertrauen schwindet aber rapide, sobald dieses Team in einigen Bezirken zwecks Erholungswunsch den grünen Rasen betritt: Hier muss der Hund angeleint werden. Zwar gibt es mehr oder weniger große Auslaufflächen für die Hunde – aber damit ist es vorbei sobald ein sonnenhungriger Hamburger dort sein Handtuch ausbreitet oder die Grillsaison eröffnet wird. Im Straßenverkehr darf man also Hunde verantwortungsvoll unangeleint laufen lassen – auf dem grünen Rasen nicht: Das ist schon eine recht seltsame Logik. Und deshalb ist es richtig und wichtig, Hamburgs Grünanlagen für Teams mit Hundeführerschein frei zu geben.

Welchen Platz haben Hunde oder Haustiere überhaupt in der ständig wachsenden Stadt, wird überhaupt an sie gedacht, wenn jährlich 6.000 neue Wohnungen gebaut werden? Hat irgendjemand gehört, dass die Hamburger Politik sich für unsere Haustiere ausgesprochen hat, ihnen einen Platz und eine Zukunft gibt – oder ist zu befürchten, dass z.B. 2020 Haustiere ein Luxusartikel geworden sind? Hat die Politik gesagt: Ja, es ist gut, dass es Haustiere gibt und sie gehören selbstverständlich zu unserem Leben und zu unserer Stadt dazu? Hat sie nicht – und das ist merkwürdig. Tiere brauchen Menschen – aber Menschen brauchen auch Tiere.
Jeder von uns wird für die Demo gebraucht. Wer also etwas wichtiges und richtiges für seinen Gassihund tun möchte kann dies auf der Demo machen. Man muss noch nicht mal alleine kommen: Familie, Freunde, Bekannte – alle sind Willkommen um mit zu erleben, was für uns Gassigänger wichtig ist: Das es Hunde in Hamburg gibt und das es ihnen hier gut geht.
Der HTV hat es gemacht: Auf Facebook öffentlich zu der Demo eingeladen. Das kann gefahrlos jeder machen weil die Demo angemeldet und genehmigt wurde. Es spricht auch nichts dagegen, sein Telefonbuch oder das Mailadressbuch mal für etwas sinnvolles zu benutzen und das Demoplakat und den Newsletter durch die Gegend zu schicken oder gut sichtbar zu platzieren.
Ja, am 01.09 ist´ ne Demo und da geh ich hin.





