Fest mit Gästen von der Straße am Tag der Wohnungslosen

DRK-Präsident Labe zollt dem Ehrenamt Respekt
Dr. Michael Labe, Präsident des DRK Hamburg, bringt seine Wertschätzung für die Obdachlosenhilfe zum Ausdruck: „Das Jubiläum unserer Rotkreuz-Obdachlosenhilfe erfüllt mich mit großem Stolz auf unsere ehrenamtlichen Kräfte und das DRK in unserer Stadt. Ich bin zutiefst beeindruckt vom Engagement all der freiwilligen Rotkreuz-Helferinnen und Helfer, die sich um die Menschen kümmern, die in Hamburg auf der Straße leben und in Not sind. Das ganze Jahr über sind unsere Ehrenamtlichen seit Gründung unserer DRK-Obdachlosenhilfe vor einem Vierteljahrhundert ununterbrochen mehrmals jede Woche im Einsatz, um wohnungslose Frauen und Männer zu versorgen, und um ihnen als Vertrauenspersonen einfach auch zuzuhören und für sie da zu sein. Sogar während der Corona-Pandemie war auf unsere Rotkreuz-Obdachlosenhilfe in Hamburg Verlass. Vor diesem Engagement für notleidende Menschen, ganz im Sinne der Rotkreuz-Grundsätze und für das Gemeinwohl in Hamburg, empfinde ich größten Respekt!“
Leitung der DRK-Obdachlosenhilfe spricht von erfüllender Arbeit
Monika Kelting (77), Stellvertretende Leiterin der DRK-Obdachlosenhilfe in Hamburg, ist seit 2010 als hoch engagierte Ehrenamtliche und Vorbild für viele Helfer:innen für die Bedürftigen der Stadt im Einsatz und sagt: „Es bewegt mich immer wieder aufs Neue, dass unsere Gäste ihre große Wertschätzung für unsere Arbeit zum Ausdruck bringen. Da fallen nicht selten Sätze wie ‚Danke, dass Ihr an uns denkt. Danke, dass Ihr uns versorgt‘. Oder auch: ‚Ihr gebt Eure Freizeit für uns und bekommt kein Geld dafür‘. Das biblische ‚Gebt, so wird euch gegeben‘ ist für mich das stärkste Plädoyer für das Ehrenamt in unserer Gesellschaft.“
Zur Historie
Sven Klages, ein 22-jähriger ehrenamtlicher Rotkreuz-Helfer aus Wandsbek, startete, nachdem er einem Obdachlosen Erste Hilfe geleistet hatte, im Jahre 1998 mit einigen weiteren Helfern, einem alten VW-Bus, zwei gebrauchten Alu-Kisten voller Brot- und Kuchenspenden aus Bäckereien und Thermoskannen das DRK-Angebot für die Bedürftigen dieser Stadt, zunächst in seinem Stadtteil, dann an festen Plätzen in der Hamburger City. Schon bald etablierte sich bis heute jeweils als Standort des Obdachlosenbusses montags und donnerstags ab 20.00 Uhr die Ecke Karstadt/Gerhart-Hauptmann-Platz an der Mönckebergstraße. Ab 2003war dann ein professioneller DRK-Bus mit Ausgabetresen im Einsatz, und im Jahre 2008 konnte das Angebot um eine tierärztliche Versorgung am jeweils ersten Montag im Monat erweitert werden. An diesen Montagen ist seit 2010 auch die Hunde-Lobby dabei, um die Vierbeiner von bedürftigen Menschen mit Futter und Zubehör zu versorgen. In den Jahren 2012/2013 begannen die DRK-Ehrenamtlichen mit ihren Sonderaktionen wie einer Kuchentafel mit selbstgebackenen Köstlichkeiten oder der Nikolausüberraschung mit Süßigkeiten in selbst gestrickten Socken. Im Jahre 2020kamen im Sommer und Winter die Wasser- und Kältetouren am Mittwoch und Sonntag hinzu. Im Rahmen dieser aufsuchenden Arbeit versorgt der Obdachlosenbus gezielt Bedürftige entlang der Reeperbahn, am Altonaer Bahnhof und im Pik As. Auch während der Pandemie wurde das DRK-Angebot – bis auf drei Fahrten wegen eines behördlichen Verbots – verlässlich aufrechterhalten.
Dank an Förderer und Förderinnen
Die spendenfinanzierte DRK-Obdachlosenarbeit wäre ohne ein Unterstützernetzwerk undenkbar, zumal angesichts stetig steigender Herausforderungen. Drei Vereine aus diesem Verbund werden sich daher auch auf dem Jakobikirchhof präsentieren: der Verein „leise Engel e.V.“aus Stapelfeld, der FRIENDS CUP Förderverein e.V., u.a. Ausrichter der Obdachlosen-Weihnacht „Mehr als eine warme Mahlzeit“, und Hunde-Lobby e.V., als Verein verlässlich an der Seite der Fellnasen der Obdachlosen. Ohne Honorar tritt zudem der Jugendchor Gospel Train unter der Leitung von Peter Schuldt auf, der u.a. seit vielen Jahren die Tagesaufenthaltsstätte für Wohnungslose, Herz As, unterstützt. Ein großer Dank für die logistische Unterstützung geht zudem an Lisa Tsang, die Gemeindepastorin der Hauptkirche St. Jacobi sowie an die Küster Dieter Dukart und Alexey Albrecht.
