Yes! We care!

Bundesweite Schweigemärsche gegen das Töten rumänischer Straßenhunde

Yes! We care!

Bundesweit sind wieder Menschen gegen das barbarische Abschlachten der „Vagabonzis“auf die Straße gegangen. Foto: Michael Wahlert

Schon im PfotenAbdruck I/2014 berichtete die Hunde-Lobby unter dem Titel „Vagabonzis in Not“ über das Elend der rumänischen Straßenhunde. Unser Artikel ist so aktuell wie eh und je: Süd- und Osteuropa waren noch nie ein Hort des Tierschutzes. Kettenhunde, kranke Katzen, geschundene Esel, bis auf die Knochen abgemagerte tierische Elendsgestalten an den Mülldeponien. Wer sehen, hören und fühlen konnte, der wusste schon immer, dass unsere Urlaubsparadiese für die dortigen Haus- und Nutztiere alles andere als paradiesisch sind.

 

 

Rumänien – Yes! We care!

Aber Rumänien mit der Verfolgung seiner Vagabonzis (Straßenhunde) übertrifft diese Szenarien und stellt einen neuen, katastrophalen Tiefstpunkt in der Skala menschlicher Verrohung dar. In diesem Mitgliedstaat der Europäischen Union ist am 10. September 2013 im Parlament im Eilverfahren ein Gesetz erlassen worden, dass die Tötung der Straßenhunde erlaubt. Das sogenannte Euthanasiegesetz ermächtigt die Kommunen, die Hunde einfangen zu lassen und sie nach 14 Tagen der Aufbewahrung zu töten. Es bleibt zwar jedem Landkreis selbst überlassen, ob er von dieser gesetzlichen Grundlage Gebrauch machen will oder nicht. Doch viele Kommunen haben längst die Treibjagd auf Hunde eröffnet.

Das Leid der rumänischen Straßenhunde muss endlich ein Ende haben

Euthanasie in einer rumänischen Tötungsstation heißt: Qualvolles Abspritzen mit Frostschutzmitteln, Erdrosseln mit Stromkabeln, Totschlagen, Abstechen und ähnliches. Was in diesen komplett abgeschotteten und für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen „Anlagen“ geschieht, lässt sich für uns nur in winzigen Ausschnitten erkennen, das Wenige aber reicht, um einem das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Fakt ist außerdem, dass vor allem in der Hauptstadt Bukarest und Umgebung abertausende von Hunden auf offener Straße barbarisch ermordet werden. Jeder Mensch, dem danach ist, einen Hund zu quälen und/oder ihn irgendwie zu Tode zu bringen, darf sich an den schutzlosen Vagabonzis austoben. Tierquälerei ist freigegeben, wird staatlich praktiziert, gefördert und belohnt!  Es werden Fangprämien ausgelobt. Für jeden Hund, der in einer Tötungsstation abgeliefert wird, erhält der Fänger Bares, für viele Rumänen oft mehr, als sie anderweitig verdienen könnten. Eingeliefert werden auch solche Vagabonzis mit Kastrationsmarke im Ohr. Dieses unübersehbare Zeichen signalisiert: „Ich bin vom Tierschutz kastriert worden“  – egal, sein Schicksal ist besiegelt.

Bundesweite Schweigemärsche

Yes! We care!

Heute, am 12. März 2016, haben bei bundesweiten Schweigemärschen – in Aachen, Buchholz, Düsseldorf, Erfurt, Mönchengladbach und Würzburg – Tierfreunde wieder darauf aufmerksam gemacht, welch grausames Unrecht an diesen unschuldigen Straßenhunden begangen wird. Auch in Basel (Schweiz) setzten  Menschen erneut ein Zeichen – und in Hamburg, wo mehr als 300 Zwei- und Vierbeiner bei einem Schweigemarsch von der Reesendammbrücke bis zum Hauptbahnhof – darunter auch Vorstand und Mitglieder der Hunde-Lobby – gegen diese abartigen Machenschaften Flagge zeigten.

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